ristorazione — Napoli · Campania
Neapel bewahrt eine der ältesten Konditoreitraditionen Italiens, und in Secondigliano gibt es jemanden, der sie Tag für Tag neu interpretiert – mit den Händen eines Handwerkers und der Neugier eines Forschers. Er heißt Alessandro Galiero.
In Secondigliano, und dann wieder im Herzen der Stadt an der Piazzetta Duca d'Aosta, öffnen sich die Türen von Galiero jeden Morgen um sechs Uhr. Es ist jene Stunde, in der Neapel langsam erwacht und der Duft handwerklicher Konditorkunst jedem anderen Wort zuvorkommt: eine tägliche Einladung, pünktlich wie der erste Kaffee.
An der Theke erzählt das Sortiment von Jahren handwerklicher Arbeit: Die Süßspeisen sind mit Sorgfalt ausgestellt, jede an ihrem Platz, und der Babà – jene Spezialität, die Galiero in den Mittelpunkt der neapolitanischen Gastrokritik gerückt hat – nimmt seinen Raum ein mit der Selbstverständlichkeit eines Klassikers, der keiner Vorstellung bedarf. Der Duft, so sagen die Kunden, trifft einen, kaum dass man eintritt.
Die Werkstatt ist das Herz des Projekts: Alessandro Galiero arbeitet hier inspiriert von der Natur, den Jahreszeiten und den Erzeugnissen des kampanischen Gebiets, stets auf der Suche nach neuen Geschmacksnuancen, ohne dabei dem Wesen der neapolitanischen Klassiker untreu zu werden. Tradition und Experiment schließen sich hier nicht aus, sie nähren sich gegenseitig, Süßspeise um Süßspeise, Jahreszeit um Jahreszeit.
Jede Süßspeise ist ein Treffpunkt von Erinnerung und Jahreszeit. Die Seite erzählt all das, was die Theke nicht verrät.